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Missverständnisse calendar_today Aktualisiert: 6. April 2026 schedule 4 Min. Lesezeit

Missverstandnis: Ich Habe Keine DSGVO-Daten

Jedes Unternehmen verarbeitet personenbezogene Daten. Kundennamen, E-Mail-Adressen, Personalakten, Lieferantenkontakte - das sind alles personenbezogene Daten, die unter die DSGVO fallen.

summarize Kernaussagen
  • check_circle Jedes Unternehmen verarbeitet personenbezogene Daten, selbst ein Einzelunternehmer ohne Mitarbeiter
  • check_circle Kundennamen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Rechnungsdaten sind alles personenbezogene Daten
  • check_circle Auch Daten von Lieferanten, Geschaftskontakten und Bewerbern fallen unter die DSGVO
  • check_circle Die Definition personenbezogener Daten ist sehr weit: alles, womit man eine Person identifizieren kann

Das Missverstandnis

“Ich habe keine personenbezogenen Daten. Ich bin Installateur/Berater/Bauunternehmer - ich sammle keine Daten wie Facebook.”

Dieses Missverstandnis kommt von der Assoziation zwischen “Daten” und Big Tech. Wenn Leute “personenbezogene Daten” horen, denken sie an Datenbanken mit Millionen von Datensatzen. Das fuhlt sich sehr weit entfernt von einem kleinen Unternehmen mit einer Handvoll Kunden an.

Aber die Definition personenbezogener Daten ist viel weiter, als die meisten Menschen annehmen.

Was sind personenbezogene Daten?

Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die direkt oder indirekt eine naturliche Person identifizieren konnen. Dazu gehoren:

Das Offensichtliche

  • Vollstandiger Name
  • Wohnadresse
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Geburtsdatum

Das weniger Offensichtliche

  • IP-Adresse
  • Standortdaten
  • Kundennummer (wenn sie mit einem Namen verknupft werden kann)
  • Fotos von identifizierbaren Personen
  • Sprachaufzeichnungen
  • Videoueberwachungsaufnahmen

Wo Sie personenbezogene Daten haben (und es wahrscheinlich nicht wissen)

Ihr Telefon

  • Kontakte mit Namen, Nummern und E-Mail-Adressen
  • WhatsApp-Gesprache mit Kunden
  • Fotos von Baustellen mit identifizierbaren Personen

Ihr Computer

  • E-Mail-Postfach mit Kundenkorrespondenz
  • Tabellen mit Kunden- oder Lieferantenlisten
  • Rechnungen mit Namen, Adressen und Bankverbindungen

Ihre Buchhaltung

  • Rechnungen mit Kundennamen und -adressen
  • Kontoauszuge mit Zahlungsdetails
  • Gehaltsabrechnungen fur Mitarbeiter

Ihre Website

  • Kontaktformular-Einsendungen
  • Newsletter-Anmeldungen
  • Analytics-Daten (IP-Adressen, Surfverhalten)

Ihr physischer Arbeitsplatz

  • Visitenkarten in einer Schublade
  • Notizen mit Kundendetails
  • Personalakten im Schrank
  • Unterschriebene Vertrage

Das Fazit

Wenn Sie ein Unternehmen fuhren, verarbeiten Sie personenbezogene Daten. Es gibt praktisch keine Ausnahmen. Die DSGVO kummert sich nicht um das Volumen. Ob Sie 10 Datensatze oder 10 Millionen haben, dieselben Regeln gelten.

Was tun?

Keine Panik. Personenbezogene Daten zu haben ist normal und notwendig fur die Geschaftsfuhrung. Die DSGVO verbietet nicht die Verarbeitung personenbezogener Daten - sie verlangt nur, es verantwortungsvoll zu tun:

  1. Wissen Sie, was Sie haben - erstellen Sie ein Inventar der personenbezogenen Daten, die Sie verarbeiten
  2. Haben Sie einen Grund - stellen Sie sicher, dass Sie eine gultige Rechtsgrundlage fur jede Verarbeitung haben
  3. Seien Sie transparent - sagen Sie den Menschen, was Sie mit ihren Daten tun
  4. Halten Sie sie sicher - treffen Sie angemessene Sicherheitsmassnahmen
  5. Bewahren Sie sie nicht ewig auf - loschen Sie Daten, die Sie nicht mehr benotigen
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GW
GDPRWise Redaktion

Dieser Artikel wurde vom GDPRWise-Team verfasst und von unseren Datenschutzexperten geprüft.