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DSGVO-Pflichten calendar_today Aktualisiert: 1. März 2026 schedule 4 Min. Lesezeit

Was ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag?

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist Pflicht, wenn Sie personenbezogene Daten von einem externen Dienstleister verarbeiten lassen. Erfahren Sie, was er enthalten muss, und laden Sie unsere kostenlose Vorlage herunter.

summarize Kernaussagen
  • check_circle Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist Pflicht, sobald Sie personenbezogene Daten von einem Dritten verarbeiten lassen
  • check_circle Der Vertrag muss mindestens 8 Themen abdecken, darunter Sicherheitsmassnahmen und Unterauftragnehmer
  • check_circle Ohne Auftragsverarbeitungsvertrag riskieren Sie ein Bussgeld von bis zu 10 Millionen Euro oder 2 % des Jahresumsatzes

Was ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag?

Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (auch Data Processing Agreement oder DPA genannt) ist ein Vertrag, der nach der DSGVO erforderlich ist, wenn eine Organisation personenbezogene Daten von einer anderen Partei verarbeiten lasst. Dieser Vertrag regelt die Verantwortlichkeiten und Pflichten beider Parteien.

Wann benotigen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

Sie benotigen einen Auftragsverarbeitungsvertrag, wenn Sie personenbezogene Daten mit einem externen Dienstleister teilen, der diese Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet. Beispiele:

  • Ihr Steuerberater, der Zugang zu Mitarbeiterdaten hat
  • Ein E-Mail-Marketing-Tool wie Mailchimp oder ActiveCampaign
  • Ihr Cloud-Speicherdienst (Google Workspace, Microsoft 365)
  • Ein externer Lohnbuchhaltungsdienstleister

Was muss er enthalten?

Die DSGVO (Artikel 28) schreibt vor, dass ein Auftragsverarbeitungsvertrag mindestens folgende Themen abdecken muss:

  1. Gegenstand und Dauer der Verarbeitung
  2. Art und Zweck der Verarbeitung
  3. Art der personenbezogenen Daten und Kategorien betroffener Personen
  4. Sicherheitsmassnahmen
  5. Einsatz von Unterauftragsverarbeitern
  6. Unterstutzung bei Anfragen betroffener Personen
  7. Meldepflichten bei Datenschutzverletzungen
  8. Loschung oder Ruckgabe der Daten nach Vertragsende

Was passiert ohne Auftragsverarbeitungsvertrag?

Ohne Auftragsverarbeitungsvertrag verstossen Sie gegen die DSGVO. Die Aufsichtsbehorde kann Bussgelder von bis zu 10 Millionen Euro oder 2 % Ihres Jahresumsatzes verhangen, je nachdem welcher Betrag hoher ist.

GW
GDPRWise Redaktion

Dieser Artikel wurde vom GDPRWise-Team verfasst und von unseren Datenschutzexperten geprüft.